Das zu klein gewordene Feuerwehrhaus, pandemiebedingte Ausfälle in der Ausbildung und ein fehlendes Löschfahrzeug für Wildtal bereiten den Verantwortlichen in der Gundelfinger Feuerwehr große Sorgen, wie sich in der Hauptversammlung der Wehr zeigte.

Rund 110 Einsätze hat die Freiwillige Feuerwehr in Gundelfingen durchschnittlich im Jahr. Dabei werden Menschen aus Notlagen gerettet, brennende Häuser gelöscht und verunglückte Fahrzeuge geborgen. Wegen der Pandemie wurde in der Hauptversammlung der Gesamtwehr in der Festhalle über die Jahre 2019 und 2020 berichtet. Dementsprechend hatte Feuerwehrkommandant Jens Lapp eine lange Tagesordnung, einen großen Packen Informationen und viele Beförderungen und Ehrungen vorbereitet.

"Die Einsätze halten sich auf einem relativ hohen Niveau", sagte Lapp. 2019 rückte die Feuerwehr ihm zufolge 115 Mal aus; 2020 waren die Wehrleute 109 Mal gefordert. "Wir konnten durch unser umsichtiges und professionelles Handeln und Eingreifen viele Menschen und Tiere aus bedrohlichen Zwangslagen befreien", lobte der Kommandant. Bei den Einsätzen wurden 19 Menschen gerettet, für acht Personen kam jede Hilfe zu spät. Lapp sagte: "Rückblickend lässt sich feststellen, dass sich unsere Einsätze in den letzten zehn Jahren verdoppelt haben."

 

Bei den Einsätzen hob Schriftführer Thomas Baumann den Brand der Gaststätte am Waldstadion sowie den Verkehrsunfall eines Rettungswagens hervor. Insgesamt zählen die Löschzüge Gundelfingen und Wildtal aktuell 93 Einsatzkräfte. Zuwächse kommen aus der Jugendfeuerwehr. In den vergangenen zwei Jahren kamen 17 neue Feuerwehrleute dazu.
Im Ausbildungsbereich zeigte sich der Kommandant zufrieden, auch wenn corona-bedingt der Ausbildungsbetrieb über längere Zeit zum Teil ausgesetzt war. "Unsere Strategie zur Risiko-Minimierung ging auf, wir waren zu jeder Zeit voll einsatzbereit und nicht durch Quarantäne oder Krankheit außer Gefecht", sagte Lapp. Aktuell seien 95 Prozent der Einsatzkräfte geimpft. Sobald Proben wieder möglich wurden, besuchten die Mitglieder Ausbildungseinheiten, Lehrgänge und Seminare auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene. Einige Gundelfinger Wehrleute sind zudem Ausbilder auf Kreisebene. "Jeder in der Wehr trägt mit seinem Wissen und Können zu einem guten Gelingen aller an uns gestellten Aufgaben bei", betonte der Kommandant.

Marcus Binger berichtete von der Jugendarbeit. Hier standen Proben und die Ausbildung im Vordergrund. Die Jugendfeuerwehr verzeichnete demnach in den zwei Jahren enormen Zuwachs. Aus Platzgründen wurde entschieden, nicht mehr als insgesamt 35 Jugendliche aufzunehmen. Aktuell stehen der Wehr zufolge 16 Jugendliche auf der Warteliste. 2022 und 2023 werden insgesamt 18 Jugendliche auf den Grundlehrgang gehen und dann zur aktiven Feuerwehr wechseln. "Die Jugendfeuerwehr ist unsere Zukunft – daher bekommt sie alle Unterstützung, die sie braucht", erklärte Lapp.

 

2019 und 2020 hat die Feuerwehr ihre Technik und Ausrüstung erneuert, woran in der Versammlung erinnert wurde. Pro Jahr stehen dafür rund 200 000 Euro von der Gemeinde zur Verfügung. Die Funkzentrale wurde komplett neu installiert. Einen Füllkompressor und einen Prüfkopf mit neuer Prüftechnik wurde in den Dienst genommen. Außerdem wurde neue Einsatzkleidung angeschafft. Ein neuer Einsatzleitwagen ist schon bestellt, seine Auslieferung erfolgt 2022.

Besonders eindringlich appellierte Lapp an Bürgermeister Raphael Walz und die anwesenden Gemeinderäte, sich dringend mit dem Thema Gerätehaus zu befassen. "Die Unterbringung der Einsatzkräfte und der Fahrzeuge mit Gerätschaften ist an einem Punkt angelangt, an dem wir nicht mehr weiter improvisieren können und wollen", betonte Lapp. Dringender Handlungsbedarf sei schon 2016 festgestellt worden. Fahrzeuge müssen draußen abgestellt werden, auch fehlt es an Umkleideplätzen und sanitären Anlagen. "Für neue Einsatzkräfte haben wir keine Unterbringungsmöglichkeiten – und motivierte Feuerwehranwärter abzuweisen, ist für uns nicht vorstellbar." Die Abteilung Wildtal sollte nach dem Bedarfsplan von 2016 ein neues Löschfahrzeug erhalten – das scheitert an der zu kleinen Fahrzeughalle. "Die Gemeinde wächst, ein Neubaugebiet kommt noch hinzu – die Feuerwehr muss bei dieser Entwicklung mitgezogen werden."

Zusammen mit dem Gemeinderat bestehe schon die Arbeitsgruppe "Feuerwehr", sagte Bürgermeister Raphael Walz. Diese suche nach Lösungen für die Probleme. "Wir wissen, dass die Gerätehäuser in die Jahre gekommen sind, und wir sehen den dringenden Handlungsbedarf", so Walz. "Wir müssen uns dieser Aufgabe stellen." Vieles wurde schon auf den Weg gebracht. "Die Ausstattung der Feuerwehr ist auf einem guten Stand, in Kürze kommt ein neuer Einsatzleitwagen, die Jugendabteilung hat einen neuen Mannschaftswagen erhalten und die Entschädigungssatzung wurde erneuert", zählte Walz auf. Beeindruckt zeigte er sich von der Leistung der Feuerwehr: "Ich habe große Demut vor der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehrleute – sie sind Tag und Nacht in Habachtstellung und sofort einsatzbereit, wenn der Piepser runter geht."

In der Versammlung wurde Michael Wambach für 50 Jahre Dienst geehrt.

Wahlen: Bei der Vorstandswahl wurde der bisherige Kommandant Jens Lapp erneut gewählt. Ihm zur Seite steht nun neu Alexander Holzmann. In den Feuerwehrausschuss wurden für Gundelfingen Stefan Pretzer, Michael Fiedler und Wiebke Wendt gewählt, für Wildtal Christian Iwertowski und Klaus Hoch.

Quelle: Badische Zeitung 21.10.2021, Andrea Steinhart

Unter Atemschutz hat sich die Gundelfinger Wehr Zugang zu einer stark verrauchten Wohnung verschafft und den Brandherd dort gelöscht. Der Rettungsdienst versorgte den Bewohner.

Wie die Feuerwehr Gundelfingen auf ihrer Facebook-Seite schreibt, wurde sie am Sonntag zu einem ausgelösten Heimrauchmelder in einem Mehrfamilienhaus alarmiert. Der piepender Melder sei bereits vor dem Haus hörbar gewesen. Bei der weiteren Erkundung habe sich herausgestellt, dass die betroffene Wohnung stark verraucht war und der Bewohner von Nachbarn betreut wurde. Ein Feuerwehrtrupp habe sich unter Atemschutz Zugang zur Wohnung verschafft und den Brandherd gelöscht. Der Bewohner wurde vom Rettungsdienst versorgt, heißt es weiter. Die Feuerwehr habe mittels Elektrolüfter die Wohnung belüftet und im Anschluss auf Kohlenmonoxid kontrolliert. Zur Brandursache machte die Wehr keine Angaben

Quelle: Badische Zeitung 18.10.2021 BZ Redaktion

https://www.badische-zeitung.de/gundelfinger-feuerwehr-loescht-bei-einem-einsatz-am-sonntag-stark-verrauchte-wohnung

Zu einem Großeinsatz der Gundelfinger Feuerwehr kam es am Freitag, kurz nach 12 Uhr, in der Gundelfinger Gewerbestraße. Im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses mit zwölf Parteien brannte es. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, seien Flammen und dichter Rauch aus der Wohnung gestiegen, sagte Kommandant Jens Lapp. Die Wehr habe zwei verletzte Menschen aus der Wohnung bergen können – den Bewohner und eine weitere Person, die diesem zur Hilfe geeilt war, sich aber bei dem Rettungsversuch Schnittwunden zugezogen hat. Der Rettungsdienst habe beide ins Krankenhaus gebracht. Die Wehr war insgesamt mit 45 Personen und acht Fahrzeugen im Einsatz und wurde vom stellvertretenden Kreisbrandmeister und der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes unterstützt. Gegen 14 Uhr sei der Brand unter Kontrolle gewesen, so Lapp. Anschließend begannen die Aufräumarbeiten. Die Wohnung im Erdgeschoss sei komplett zerstört, eine weitere in Mitleidenschaft gezogen. Der Bewohner der ausgebrannten Wohnung kommt zunächst in einer Notunterkunft der Gemeinde unter. Die Brandursache ist noch unklar, die Gewerbestraße war während des Einsatzes voll gesperrt. Für die Gundelfinger Wehr war es der sechste Einsatz in dieser Woche – und der schwerste.

 

Quelle:Badische-Zeitung Sebastian Krüger

Am Samstag den 13.02.2021 durfte unser Jugendwart Marcus Binger eine Spende vom THW Freiburg entgegen nehmen. Es wruden 25 Feldbetten an die Jugendfeuerwehr gespendet. Danke auch an Thomas Hostalek.

Das Einkaufscenter in der Gewerbe-/Industriestraße wurde am Mittwoch Vormittag gegen 9.45 Uhr geräumt, weil eine Verrauchung gemeldet wurde. Die Feuerwehr war mit 30 Leuten im Einsatz.

Laut Feuerwehrkommandant Jens Lapp gab es eine Verrauchung in den Technikräumen im Untergeschoss. Ein Techniker gab jedoch kurze Zeit später Entwarnung, denn entwichen sei "relativ unproblematisches CO2", das wegen einer Stromschwankung über ein Sicherheitsventil aus dem Kühlsystem abgelassen wurde. Im Einsatz war die Gesamtwehr Gundelfingen, zudem die Drehleiter der Freiburger Wehr und ein Rettungswagen, insgesamt 30 Einsatzkräfte, so Jens Lapp. Gegen 11.45 Uhr war der Einsatz beendet, ein Sachschaden sei nicht entstanden, auch verletzt wurde niemand

Quelle: Badische Zeitung 03.02.2021

Der tödliche Verkehrsunfall auf der B3/B294 in Gundelfingen in der Nacht von Freitag auf Samstag könnte mit einem Einbruch in einem Lebensmittelladen im Zusammenhang stehen.

(BZ/sbh). Der tödliche Verkehrsunfall auf der B3/B294 in Gundelfingen in der Nacht von Freitag auf Samstag könnte mit einem Einbruch in einem Lebensmittelladen im Zusammenhang stehen. Laut dem Bericht der Polizei am Montag waren am Samstag gegen 3.20 Uhr zwei männliche Täter über eine verschlossene Tür in den Markt ein in der Alten Bundesstraße eingedrungen. Dies löste einen Alarm aus, woraufhin nach aktuell vorliegendem Ermittlungsstand die beiden Tatverdächtigen zu Fuß flüchteten, ohne dass etwas entwendet wurde.

Nicht weit vom Tatort entfernt kam es 20 Minuten später zu dem schweren Verkehrsunfall bei der Abzweigung der B3 zur B294 kurz vor Denzlingen. Zwei Fußgänger wollte die B3 von Gundelfingen Richtung Westen überqueren. Dabei wurde einer der beiden 29-Jährigen von einem Auto erfasst und von einem zweiten Fahrzeug überrollt. Der Mann verstarb laut Polizei noch am Unfallort. Der Begleiter des Mannes blieb unverletzt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass es sich bei den die Fahrbahn querenden Fußgängern um die beiden Tatverdächtigen des Einbruchs gehandelt hat. Die weiteren Ermittlungen hierzu dauern laut Polizeibericht an. Der ebenfalls 29-Jährige Begleiter des Verunglückten wurde auf freien Fuß gesetzt.

Quelle: Badische Zeitung Polizei-Meldung 27.04.2021

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war kurz für Jens Lapp. Um vier Uhr morgens klingelte sein Wecker, denn der Leiter des Gundelfinger Bauhofs war für den sogenannten Weckdienst eingeteilt, der die Straßenverhältnisse in der Früh kontrollieren muss.

"Dass ich aufgrund des Schneefalls früh raus muss, war ja abzusehen", sagt Lapp, dessen derzeit zwölfköpfiges Bauhofteam bereits am Donnerstag ununterbrochen mit zwei Unimogs, einem Ladog und einem Schmalspurtraktor im Einsatz war. "Die Gundelfinger Bürger erhalten ein Rund-um-sorglos-Paket. Wir streuen nahezu jede öffentliche Straße und jeden Gehweg", so Lapp. Das seien allein innerorts rund 80 Straßenkilometer. Damit nicht genug: "Wir bedienen auch abgelegene Höfe im Reutebach und bei der Zähringer Burg", sagt Jens Lapp.

Ärgerlich sei, wenn Bürger den Schnee von ihren Einfahrten auf die zuvor vom Bauhof geräumte Straße schippten. Er appelliere, den Schnee an der Bordsteinkante aufzuhäufen. Trotz des für Gundelfinger Verhältnisse außergewöhnlich heftigen Schneefalls sei im Ort aber kein Chaos ausgebrochen. "Ich würde eher sagen, es herrschte viel Trubel." Das Telefon habe nicht still gestanden, so Lapp, der auch Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Gundelfingen ist. Und diese sei wie die Wehr aus Wildtal ebenfalls im Einsatz gewesen, am Freitagmorgen um 4.21 Uhr das erste Mal. In Wildtal musste ein umgestürzter Baum aus dem Weg geräumt werden. Bis zum Mittag seien acht weitere Einsätze gefolgt. "Wenn Hecken zu hoch wachsen, knicken sie unter der Schneelast ein und blockieren Straßen", erklärt Lapp. Und weiter: "Würde jeder seine Bäume in Schuss halten, hätten wir weniger Arbeit."

Nicht bei jedem abgeknickten Ast Feuerwehr alarmieren


Manchmal werde die Feuerwehr auch etwas zu früh alarmiert, sagt Lapp: "Kein Mensch soll davor zurückschrecken, die Feuerwehr zu rufen, aber wenn nur ein paar armdicke Äste auf der Straße liegen, die mit der Muskelkraft eines erwachsenen Menschen beseitigt werden könnten, muss nicht die Wehr anrücken."

Quelle: Badische Zeitung 16.01.2021 Sebastian Krüger