Altes Bauernhaus im Glottertal niedergebrannt

Nach einem Blitzeinschlag ist am späten Mittwochabend ein 300 Jahre altes Bauernhaus im Glottertal komplett niedergebrannt. Mehr als 120 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die sechs alarmierten Feuerwehren konnten verhindern, dass das Feuer auf den nahegelegenen Wald übergreift.

Offenbar wegen eines Blitzeinschlages ist am späten Mittwochabend, gegen 23 Uhr, in einem alten Bauernhaus an der Talstraße in Glottertal ein Feuer ausgebrochen. Dies berichtet die Polizei. Das etwa 300 Jahre alte Haus brannte vollständig nieder, verletzt wurde niemand. Im Einsatz waren neben der Glottertäler Feuerwehr auch die Wehren aus Denzlingen, Gundelfingen, Heuweiler, St. Peter und Waldkirch.

Waldbrand verhindert

Denzlingens Feuerwehr-Sprecher Stephan Konrad erklärt, dass sich bereits die Anfahrt zum Brandobjekt schwierig gestaltete. "Das im Vollbrand stehende Ökonomiegebäude/Leibgedinghaus in der Nähe des Wuspenhofes konnte erst nach rund fünf Kilometer Fahrt über enge Waldwege erreicht werden." Beim Eintreffen der Feuerwehr Denzlingen seien die Feuerwehren Glottertal und Gundelfingen bereits mit Löscharbeiten beschäftigt gewesen. Für die Wehren herausfordernd: "Es bestand die akute Gefahr, dass das Feuer auf den umliegenden Wald übergreift", informiert Konrad. Ein Übergreifen des Feuers auf den angrenzenden Wald habe jedoch verhindert werden können.

Der zuständige Brandermittler geht davon aus, dass ein Blitzeinschlag den Brand verursacht hat. Laut Polizei ist ein Sachschaden in Höhe von insgesamt 35.000 bis 40.000 Euro entstanden. Im Gebäude, das vorwiegend als Scheune genutzt wurde, hätten sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches keine Personen aufgehalten.

Aufgrund der abgelegenen Lage hätten erhebliche Probleme bestanden, an Löschwasser zu gelangen. "Neben dem Verlegen einer mehr als fünf Kilometer langen Schlauchleitung wurde das Wasser vor allem durch das Einrichten eines Pendelverkehrs mit wasserführenden Löschfahrzeugen zur Brandstelle befördert", erklärt Konrad.

Der Polizeiposten Freiburg-Gundelfingen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Badische Zeitung 29.06.2017