Arbeitsreiches Jahr für die Feuerwehr

GUNDELFINGEN. Zurück liegen zwei Feuerwehrjahre mit vielen Terminen und voll unterschiedlicher Einsatzarten für das Allgemeinwohl. Zum Glück steht dafür eine hochmotivierte und top ausgebildete Einsatzmannschaft bereit. Das wurde in der Hauptsammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gundelfingen-Wildtal deutlich.

Einsätze, Übungen, Lehrgänge und Ausbildung standen für die Gundelfinger Feuerwehrleute 2015 und 2016 auf dem Programm. Mit 81 Einsätzen im vergangenen Jahr und in diesem Jahr mit bereits 146 Einsätzen konnte die Gundelfinger und Wildtäler Wehr wieder eindrucksvoll ihren Leistungsstand unter Beweis stellten. Neben Brandeinsätzen wurden die 76 aktiven Einsatzkräfte, darunter vier Frauen, unter anderem zu technischen Hilfeleistungen gerufen und sie retteten Tiere aus misslicher Lage. Zudem schulten sich die Feuerwehrleute bei mehr als 70 Ausbildungsterminen pro Jahr an den Atemschutzgeräten und Lungenautomaten, absolvierten Maschinistenproben oder überprüften die Geräte – zum Beispiel 836 Schläuche aus Gundelfingen und Heuweiler.

"2016 hatte die Feuerwehr eines der bislang arbeitsreichsten Jahre", berichtete Kommandant Jens Lapp. Zwei Unwetterlagen mit 14 Einsatzstellen für die Gundelfinger Wehr in Glottertal und weiteren 76 Einsätzen in Gundelfingen machten den Juni zu einem sehr arbeitsintensiven Monat. Unterstützung erhielt die Gundelfinger Wehr bei den Einsätzen im Dorf von den Kameraden aus Heuweiler, Glottertal, St. Peter und Kirchzarten.

2015 und 2016 standen einige Investitionen an. So wurden Atemschutzgeräte, Wassersauger, Handlampen und diverses Schlauchmaterial erneuert. Im Herbst wurde zudem ein neuer Gerätewagen angeschafft. Außerdem hat die Feuerwehr Chemikalienschutzanzüge gekauft, um im Ernstfall die Zeit zu überbrücken, bis die Spezialkräfte eintreffen. "Es ist gut zu spüren, dass die Verantwortlichen die Notwendigkeit in der steten Entwicklung im Bereich von Technik und Gerät ebenso wie wir sehen", sagte Lapp in Richtung Bürgermeister. Das Engagement der Feuerwehr wertschätzte die Gemeinde auch mit der Verabschiedung einer neuen Feuerwehrentschädigungssatzung.

Die in der Hauptversammlung vorgestellten Zahlen bezeichnete Bürgermeister Raphael Walz als eindrucksvoll. Gemeinde, das Ratsgremium und er wüssten die Arbeit zu schätzen. "Ich bin froh, dass wir eine so motivierte Truppe haben", sagte Walz. Der Bericht zur aktuellen Feuerwehrbedarfsplanung werde bis zum Jahresende fertig sein – über die größeren Wünsche, wie etwa die Erweiterung des Feuerwehrhauses und Beschaffung eines Feuerwehrautos, müsse noch intensiv beraten werden. Walz zeigte sich erfreut über die Entwicklung, dass sich immer mehr Kinder für die Feuerwehrarbeit interessieren. In Wittnau, Bad Krozingen und Kirchzarten gibt es schon funktionierende "Kinderfeuerwehren", für Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren. Das könnte auch in Gundelfingen Anhänger finden.

Nach 35 Jahren als Jugendwart stellte Michael Wambach sein Amt zur Verfügung. Als sein Nachfolger wurde Marcus Binger gewählt, Frank Hug bleibt der Vize. Für seine jahrelang hervorragend geleistete Nachwuchsarbeit zeichnete Kreisbrandmeister Alexander Widmaier Wambach mit der Ehrennadel in Silber von der Deutschen Jugendfeuerwehr aus. "Ihr langes Engagement in der Jugendarbeit ist einzigartig", lobte Widmaier. Zusätzlich war Wambach auch als Kreisausbilder im Bereich Grundausbildung und Truppführer tätig. Von der Gundelfinger Jugendfeuerwehr erhielt er als Erster überhaupt den Titel "Ehrenjugendfeuerwehrwart". Beförderungen: Brandmeister: Roland Engler, Kay Gauglitz, Alexander Holzmann. Löschmeister: Patrick Brändle, Alfred Beeger, Thomas Frieden, Matthias Mack.

Ehrungen: Für 40 Jahre Mitgliedschaft und zu Ehrenmitgliedern ernannt: Thomas Vogt und Jürgen Vögele.

Wahlen: Kommandant Jens Lapp, Vizekommandant Jürgen Vögele Jugendwart Marcus Binger; Vize-Jugendwart Frank Hug. Ausschussmitglieder: Christian Iwertowski, Florian Hiesel, Stefan Pretzer, Kay Gauglitz und Michael Wernet.

Quelle: Badische Zeitung 30.11.2016, Andrea Steinhart