Hütten in Flammen

Das Feuer zwischen Gundelfingen und Vörstetten wurde offenbar absichtlich gelegt. Es ist nicht der erste Fall in der näheren Umgebung.

Der Brand von zwei Gartenhütten und einem Schuppen zwischen Gundelfingen und Vörstetten am vergangenen Freitagabend ist laut Polizei und Feuerwehr auf Brandstiftung zurückzuführen. "Auf dem Gelände hat es bei unserem Eintreffen an mehreren Stellen gebrannt. Das sieht daher schon stark nach Brandstiftung aus", sagt Gundelfingens Feuerwehrkommandant Jens Lapp. Auch die Polizei ermittelt in diese Richtung, wie Sprecherin Yasmin Bohrer auf BZ-Nachfrage mitteilte. Auf dem Grundstück an dem Wirtschaftsweg neben der Vörstetter Straße sollen auch zwölf Bäume durch die Flammen zerstört worden sein. Verletzt wurde niemand.

Der Pächter des Grundstücks ist der 70-jährige Gundelfinger Manfred Lais. Er hat dort Gemüse angebaut und nutzte das Areal seit sechs Jahren zur Erholung. Den entstandenen Schaden schätzt er auf 20 000 Euro. In dem von ihm selbstgebauten Schuppen hätten ein Aufsitzrasenmäher gestanden, eine Schneeräummaschine sowie weitere Gartengeräte wie Laubsauger, Rasentrimmer, Freischneider und eine Motorsäge. Alles sei durch das Feuer zerstört worden.

Pächter schätzt Schaden auf 20 000 Euro

Der Pächter hat nach eigenen Angaben das Gartengrundstück gegen sechs Uhr abends am vergangenen Freitag verlassen. Um 22.10 Uhr habe dann die Polizei angerufen und ihm mitgeteilt, dass die Gartenhütten brennen. Angesichts des Schadens wirkt Lais gefasst: "Aufregen bringt nichts. Ich fälle jetzt die abgebrannten Bäume und fange von vorne an." Er geht allerdings fest davon aus, dass das Feuer von jemandem gelegt wurde.

Für die Gundelfinger Feuerwehrleute war es ein sehr aufwendiger Einsatz, da es auf dem abgelegenen Gelände keinen Hydranten gab, den man hätte anzapfen können. Daher musste eine 450 Meter lange Löschwasserleitung verlegt werden. Rund 50 Feuerwehrleute waren vor Ort. Lapp schätzt die Kosten für den Einsatz auf rund 4000 Euro.

Auch in Bötzingen ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung


Es ist dieses Jahr nicht die erste von der Polizei vermutete Brandstiftung in der näheren Umgebung. Am Abend des 12. Aprils war in der Hütte einer Kleingartenanlage bei Bötzingen ein Feuer ausgebrochen. Eine Propangasflasche, die auf dem Gelände lagerte, wurde zudem durch das Feuer überhitzt und explodierte. Die Polizei ermittelt auch dort wegen Brandstiftung. Gleiches gilt für einen weiteren Brand, der sich am 9. Februar ebenfalls in Bötzingen ereignete. Damals brannte der Schuppen eines Aussiedlerhofs ab, der abseits zwischen den Rebterrassen lag. Bei beiden Einsätzen war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Dreimal Brandstiftung, dreimal abgelegene Grundstücke und das Ganze kaum mehr als zehn Kilometer Luftlinie voneinander entfernt: Ist ein Feuerteufel unterwegs? Die Polizei geht momentan nicht davon aus. "Das wird natürlich überprüft, aber momentan ist kein Zusammenhang erkennbar", sagt Bohrer. Einen Täter hat die Polizei bisher in keinem der drei Fälle ermitteln können.

Info: Die Kriminalpolizei Freiburg führt die Ermittlungen und bittet Zeugen und Hinweisgeber sich unter 0761 882-5777 zu melden. Die Rufnummer ist rund um die Uhr besetzt.
 
Quelle: Badische Zeitung 09.05.2016 von Max Schuler