Feuerwehr bekommt mehr Geld

GUNDELFINGEN (max). Die Arbeit der Gundelfinger Feuerwehrleute wird künftig von der Gemeinde finanziell besser honoriert. Erstmals erhält jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau für die Arbeit 150 Euro im Jahr. Der Entschädigungssatz des Kommandanten steigt von 920 auf 2600 Euro jährlich. Dadurch soll auch der erhebliche Organisationsaufwand gewürdigt werden, der mit dem Amt einhergeht. Auch die anderen Funktionsträger werden finanziell besser gestellt.

 

Die neue Satzung tritt zum 1. Januar 2016 in Kraft. Die Gemeinde will zudem Leistungen im Wert von 5000 Euro im Jahr für die Kameradschaftspflege beisteuern. "Es ist eine erhebliche Steigerung der Sätze. Man muss aber dazu sagen, dass die Satzung mehr als 20 Jahre nicht angepasst wurde", sagte Bürgermeister Raphael Walz. Der Beschluss fiel im Rat einstimmig.

 

"Wir erkennen damit die professionelle, ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehr an", sagt Michael Müller (Freie Wähler). Bruno Zimmermann (SPD) machte deutlich, dass diese lange Beratungszeit notwendig war, um das richtige Maß bei den Entschädigungssätzen zu finden. Er hob besonders die Tatsache hervor, dass jetzt jedes Mitglied der Feuerwehr eine Entschädigung erhalte. Gisela Gabriel (Grüne) sprach von schwierigen Verhandlungen, da der Rat erstmal verstehen musste, wer, für was zuständig ist. "Man kann die Feuerwehr nicht einfach als Verein betrachten", sagte Gabriele Lehmberg (CDU) und hob die Wichtigkeit dieses Ehrenamtes hervor. "Die Belastungen sind so hoch, dass man hier nicht nur von einem Hobby sprechen kann. Die Anhebung war dringend geboten und notwendig", so Bernhard Dechant (FDP).

 

Der in der Sitzung anwesende Feuerwehrkommandant Jens Lapp und seine zahlreich vertretenen Wehrleute bedankten sich beim Rat.

 

Quelle: Badische Zeitung vom 19. Dezember 2015 , Max Schuler