Lautes Zischen und Rauchen

Gundelfinger Feuerwehr macht aus der Christbaumverbrennung ein kleines Volksfest.

Ein offizieller Einsatz rief zwar nicht, dennoch hatte die Feuerwehr Gundelfingen-Wildtal am Samstag alle Hände voll zu tun. Tags über hatten sich die Feuerwehrmänner aus dem Wildtal im Dorf um das Entsorgen der ausgedienten Weihnachtsbäume verdient gemacht. Am Abend schließlich bewiesen sich die Brandschützer aus Gundelfingen als gesellige Gastgeber beim Verbrennen der unzähligen Christbäume auf der großen Wiese beim Herdweg. Rund 500 Gäste, darunter zahlreiche Kinder, schauten dem Spektakel zu. Für ausreichend Trinken und Essen hatte die Feuerwehr bereits weitblickend ebenfalls bestens gesorgt. Bevor es richtig losging, konnten schon mal die Kinder die Würstchen und das Stockbrot an kleinen Lagerfeuern grillen.

Mit lautem Zischen und Rauschen erfasste dann das Feuer die von ätherischen Ölen und Harzen getränkten Nadeln und innerhalb weniger Sekunden stand der erste Tannenbaum-Berg in Flammen. Wegen des fast stürmischen Windes wurden die Bäume in diesem Jahr nicht so hoch gestapelt. "Wir wollen mit unserer Aktion auch die hohe Brandintensität und die damit einhergehenden Gefahren in der Weihnachtszeit verdeutlichen", erläuterte der Feuerwehrkommandant der Gemeinde Gundelfingen Jens Lapp gegenüber der BZ. Mit jedem Tag, den ein Baum länger im Haus bleibe, steige nämlich das Brandrisiko, und es dauert nur wenige Sekunden, ehe ein Christbaum lichterloh brennt. "So ist es doch besser, die Bäume brennen hier draußen als in der Stube:

Quelle Badische Zeitung 13. Januar 2015, Andrea Steinhart