Wehr rettet 26 Personen und fünf Tiere

GUNDELFINGEN. Die Freiwillige Feuerwehr Gundelfingen umfasst 65 Wehrmänner und drei Wehrfrauen. Im Jahr 2014 absolvierten sie 71 Einsätze. Zusammen mit den 23 Mann der Altersabteilung und den 22 Jugendlichen umfasst die Gesamtwehr Gundelfingen 113 Mitglieder in den beiden Abteilungen Gundelfingen (45 Personen) und Wildtal (23). Bürgermeister Raphael Walz bezeichnete die Feuerwehr auf der Jahreshauptversammlung als "leistungsfähig" und bekannte, dass die Gemeinde "stolz" auf ihre Gesamtwehr ist.

Die Feuerwehr Gundelfingen hat acht Fahrzeuge, von denen zwei im Gerätehaus in Wildtal stationiert sind. Das neuste Fahrzeug, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, wurde erst im November in Betrieb genommen und habe, so Kommandant Jens Lapp, "die Schlagkraft sehr gesteigert". Im laufenden Jahr soll der Gerätewagen von 1987 ersetzt werden. 2004 wurde die Mannschaft mit neuer Dienstkleidung ausgestattet. Ebenfalls neu sind unter anderem Atemschutzgeräte inklusive Masken, ein fahrbares Schlauchregal inklusive diversen Schlauchmaterial und ein Schnelleinsatzzelt.
Eine Satzung für die Aufwandsentschädigung der rein ehrenamtlichen Tätigen der Feuerwehr – sie wurde vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Karlheinz Strecker (Kirchzarten) in seinem Grußwort angemahnt – sei in Bearbeitung. Lapp hofft auf eine baldige Lösung.

Neben Kommandant Lapp berichteten auch Abteilungskommandant Matthias Gehri (Wildtal) sowie die beiden Schriftführer Thomas Baumann und Christian Iwertowski (Wildtal) über das Geschehen im vergangenen Jahr. 43 Einsätze arbeite die Abteilung Gundelfingen und vier Einsätze die Abteilung Wildtal alleine ab. "Von schweren Einsätzen" blieb die Wehr 2014 verschont, so Baumann. 17 Mal musste "Technische Hilfe" geleistet werden, elf Mal galt es Hilfe nach Unwettern zu leisten und bei sieben Einsätzen war Feuer im Spiel. Am 21. September musste die Feuerwehr nach einem Unwetter gleich zu zehn Einsätzen; unter anderem waren im Obermattenbad 18 Jugendlichen samt Betreuern vom Wasser in den Umkleidekabinen eingeschlossen. Nachdem das Wasser abgepumpt war, konnten alle Jugendlichen unverletzt befreit werden. Insgesamt rettete die Feuerwehr Gundelfingen 26 Personen und fünf Tiere aus bedrohlichen Situationen; für zwei Personen kam die Hilfe zu spät. Insgesamt kamen bei den 71 Einsätzen 1041 Einsatzstunden zusammen.

Mehr als 30 Spezialproben hat es gegeben. Die Jugendfeuerwehr (JF) hatte zum Jahresende 22 Mitglieder. Jakob Engler stieg in die aktive Wehr auf, zwei Mitglieder verließen die JF, drei wurden neu aufgenommen. Nächstes Jahr feiert die JF ihr 40-jähriges Bestehen. Die Mitglieder der Altersabteilung pflegen die Kameradschaft, verfolgen aber auch sehr interessiert das Geschehen der Aktiven. In Grußworten lobten Michael Nowak (Polizei) und Holger Braun (DRK) das gute Miteinander. Für die Vereine sprach Gemeinderat und Turnverein-Chef Bruno Zimmermann.

In seinem Schlusswort monierte Lapp, dass er gerne mehr Gemeinderäte begrüßt hätte. Die Anwesenheit von nur zwei Gemeinderäten (Bruno Zimmermann und Hans-Peter Bruno) nannte Bernhard Merz ein "Armutszeugnis".
Ehrungen: 50 Jahre: Ehrenkommandant Alfred Lapp und Gustav Nübling; 40 Jahre: Martin Kaliber und Karl-Heinz Nübling. 25 Jahre (Feuerwehrehrenzeichen in Silber): Christian Iwertowski (Wildtal).
Beförderungen: Oberbrandmeister: Jürgen Vögtle (Wildtal); Brandmeister: Thomas Baumann, Ansgar Höhn und Michael Wehrle; Hauptlöschmeister: Christian Iwertowski; Oberlöschmeister: Dirk Dürrmeier (Wildtal) und Roland Engler; Löschmeister: Stephan Kremer (Wildtal); Hauptfeuerwehrmann: Thomas Frieden, Dennis Kümmerle und Matthias Mack; Feuerwehrmann: Jakob Engler, Robert Faller und Tim Schneeberger.

 

Quelle: Badische Zeitung 25.März.2015, Christian Ringwald