Lapp geht, Lapp kommt!

Sohn Jens folgt auf Vater Alfred Lapp als Abteilungs- und als Gesamtkommandant der Gundelfinger Feuerwehr.

GUNDELFINGEN. Neuer Feuerwehrkommandant in Gundelfingen ist Jens Lapp (33 Jahre), der in die Fußstapfen seines Vater Alfred (65) tritt, der nach 47 Dienstjahren - davon 18 Jahre als Kommandant - in die Altersmannschaft aufrücken wird. Jens Lapp wurde von den 36 wahlberechtigten Gundelfinger Kameraden einstimmig als Abteilungskommandant und kurz darauf im Beisein der Wildtäler Kameraden ebenso einstimmig von 49 Stimmberechtigten zum Gesamtkommandanten gewählt.
Der Gemeinderat wird am kommenden Donnerstag nur zu gerne diese Wahl bestätigen, signalisiert doch dieser Generationswechsel auch ein Zusammenwachsen der beiden Abteilungen, was zu verbesserten Synergieeffekten führen soll.

An die örtliche Feuerwehr werden überdurchschnittliche Anforderungen gestellt. Mindestens einmal wöchentlich rücken die Helfer aus. In den vergangenen drei Jahren wurden sie 2009 insgesamt 69 Mal alarmiert, ein Jahr darauf 52 Mal, und in diesem Jahr waren es bisher 49 Einsätze.

Gerade tagsüber - zwischen 6 und 18 Uhr - ist es nicht immer leicht, eine schlagkräftige Bereitschaft zu haben. Gerade dann aber wird die Feuerwehr häufiger gebraucht als zu Nachtzeiten. So werden schon seit geraumer Zeit auch die Kollegen aus Wildtal mitalarmiert. Sechs Fahrzeuge stehen im Rettungszentrum am Herdweg in Gundelfingen, zwei Löschfahrzeuge - auf Unimogbasis - in Wildtal. Derzeit sind in Gundelfingen 36 Wehrmänner und zwei Frauen in Uniform im Ernstfall verfügbar, in Wildtal sind es 22 Männer und eine Frau.

Die breite Palette der Anforderungen auf der rund 1430 Hektar großen Gemarkung reicht von den Gefahrenpotenzialen, die von produzierenden Betrieben im Gewerbegebiet ausgehen können, bis zu einem Brandeinsatz in den Bergen. Denn auch noch auf den Höfen in Wildtal mit der eher ländlichen Struktur gibt es Gefahrenpotenzial. Nicht umsonst wird regelmäßig nach der Heuernte die Temperatur in den Heustöcken kontrolliert. Im Ernstfall müssen die Löschfahrzeuge zudem mit den geländegängigeren Fahrzeugen bis auf eine Höhe von mehr als 700 Meter anfahren. Darüber hinaus sind die beiden Abteilungen der Gundelfinger Wehr dann gefragt, wenn - wie im Juli des Vorjahres - ein Gefahrguttransport auf der Schnellstraße B 294/B 3 liegen bleibt. Oder sie müssen löschen wie in diesem Jahr, wenn auf der Rheintalbahn nach einem Nothalt eine Waggonbremse des Nachtzuges qualmt oder sie helfen zudem, die Insassen aus den Abteilen ins Freie zu geleiten. Alle verfügbaren Kräfte waren dieses Jahr bei dem Wohnungsbrand im Mai im Einsatz, konnten aber den Tod eines Hausbewohners nicht mehr verhindern, der in Panik vom Balkon wieder in die Wohnung zurückgelaufen war und dort dann an den Rauchgasen erstickte.

Auf Jens Lapp wartet Arbeit. Als Chef des Gemeindebauhofes ist er aber auch tagsüber ständig verfügbar. So zeigte er sich am Freitagabend von seinem Wahlergebnis überwältigt: "Das ist eine sehr gute Basis für die Zusammenarbeit. Ich werde mich anstrengen."

Quelle: Badische Zeitung vom 13.12.2011

Eine Ära geht zu Ende...

Am Freitag den 09.12.2011 ging bei der Generalversammlung der Feuerwehr Gundelfingen eine Ära zu Ende. Alfred Lapp musste nach erreichen der Altersgrenze den aktiven Feuerwehrdienst nach 47 Jahren Dienstzeit beenden. 18 Jahre lang war Alfred Lapp Kommandant und Abteilungskommandant der Abteilung Gundelfingen. In der Generalversammlung zeichnete ihn Karlheinz Thoma (stellv. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes) mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber aus.

Wir danken Alfred für seine langjährige Arbeit und hoffen, dass wir auch in den nächsten Jahren auf seinen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen dürfen.

Nach den Neuwahlen setzt sich das Kommando wie folgt zusammen:

  • Gesamtkommandant Jens Lapp

  • Abteilungskommandant Abt Gundelfingen Jens Lapp

  • stellv. Abteilungskommandant Abt. Gundelfingen Jürgen Köppler

  • Schriftführer Thomas Baumann

  • Kassenwart Stefan Pretzer

  • Kassenprüfer Wolfgang Engler, Ralf Danner

  • als neue Mitglieder des Abteilungsausschuß wurden gewählt: Martin Schaffhauser, Kay Gauglitz,

  • als neues Mitglied des Gesamtausschuß wurde gewählt: Alexander Holzmann

Folgende Kameraden sind in die Altersabteilung gewechselt und wurden geehrt:

  • Alfred Lapp

  • Werner Steger

  • Alwin Schneider

  • Gustav Nübling

  • Karlheinz Nübling

  • Dieter Winkler

Bilder sind hier zu finden ...

Bericht der BZ ist hier zu finden

Der Papst in Freiburg

Am 24./25.09.2011 war Papst Benedikt XVI zu Besuch in Freiburg. Da am Sonntag ein riesiger Gottesdienst auf dem Flugplatz mit bis zu 200 000 Pilgern auf dem Programm stand waren die Feuerwehren aus Freiburg und dem Umland im Einsatz. Darunter auch die Feuerwehr Gundelfingen. Auf Anforderung des Landratsamtes war die Einsatzzentrale im Gerätehaus Gundelfingen mit 4 Einsatzkräften der Führungsgruppe Dreisamtal besetzt. Von dort aus sollten mögliche Einsätze im nördlichen Landkreis geführt werden. Ebenfalls von Landratsamt angefordert wurde ein Löschfahrzeug mit 6 Einsatzkräften. Dieses Fahrzeug hatte seinen Standort am Metroparkplatz, der als Parkplatz für die Shuttlebusse genutzt wurde. Beide Dienste begannen am Sonntag um 0.00 Uhr und dauerten bis um 16.00 Uhr. Während des Gottesdienstes parkten dort ca. 90 Busse.

Aufgrund einer durch Pilger und Einbahnstrassen rund um das Gerätehaus möglichen erschwerten Anfahrt zum Gerätehaus hatte sich die Feuerwehr Gundelfingen entschieden zum Schutze der Gundelfinger Bürger eine Besatzung eines Löschfahrzeuges im Gerätehaus in Dienst zu stellen. Diese 9 Personen traten ihren Dienst um 05.00 Uhr am Sonntagmorgen an.

Die Versorgung der Einsatzkräfte übernahm die Gundelfinger Feuerwehr in eigener Regie.

Da das Pilger- und Shuttlebussaufkommen in Gundelfingen sehr gering war, gab es keinerlei Zwischenfälle oder Einsätze in Verbindung mit dem Papstbesuch.

Brand im Nachtzug

Glimpflich verlaufen ist ein Brand in einem Nachtzug auf der Rheintalstecke. Der Zug stoppte bei Gundelfingen, wo das Feuer gelöscht wurde. Alle Reisenden konnten sich in Sicherheit bringen. Die Bahnstrecke ist wieder frei

Nach Informationen der Bundespolizei war es am Montag um 5.50 Uhr im vierten Waggon des Nachtzuges Hamburg-Zürich - der mit dem Nachtzug Amsterdam-Basel zusammen geführt wurde - zu dem Brand gekommen (Fotos). Später spezifizierte ein Sprecher der Bahn, dass die Bremse die Wurzel des Problems war. Er sprach von einer "Bremsstörung mit Brandentwicklung".

Nach Angaben von Thomas Gerbert, dem Sprecher der Bundespolizei, handelte es sich zwar um ein kleines Feuer - doch die Rauchentwicklung sei beträchtlich gewesen. "Die Feuerwehr konnte den Brand nur mit Atemschutzgeräten bekämpfen", erläuterte Gerbert gegenüber der Badischen Zeitung. Das Feuer selbst war rasch gelöscht. Neben der Feuerwehr waren Rettungsdienste sowie Landes- und Bundespolizei am Ort des Geschehens.

Der Zug hielt nur wenige Meter hinter dem Bahnhof Gundelfingen in südlicher Fahrtrichtung, so dass sich die meisten Reisenden über den Bahnsteig in Sicherheit bringen konnten. Verletzt wurde nach übereinstimmenden Angaben von Bundespolizei und Bahn niemand. Die Zahl der Menschen im Zug beziffert Bundespolizeisprecher Gerbert auf etwa 350.

Die Passagiere haben mittlerweile die Weiterreise angetreten - die ersten mit Taxen, die meisten allerdings mit dem betroffenen Zug selbst: Dieser konnte seine Fahrt um 7.55 Uhr fortsetzen - "mit eingeschränkter Geschwindigkeit", wie es von Seiten der Bahn heißt. In Freiburg mussten die Fahrgäste, die in Richtung Schweiz unterwegs waren, auf andere Züge umsteigen. Der betroffene Wagen wird von Experten untersucht. Ein Bus-Ersatzverkehr, von dem am Montagmorgen zunächst die Rede war, konnte nicht eingerichtet werden. Nach Bahn-Angaben standen nicht genügend Busfahrer zur Verfügung.

Die Rheintalstrecke war zunächst in beide Richtungen gesperrt. Um 7.16 Uhr wurde das erste Gleis wieder frei gegeben, seit der Weiterfahrt des Nachtzuges ist die Strecke wieder in beiden Richtungen befahrbar. Im morgendlichen Berufsverkehr kam es zu teils erheblichen Verspätungen. Betroffen waren sowohl Fernzüge - wie etwa ein Intercity aus Frankfurt, der hinter dem Pannenzug warten musste - als auch der Nahverkehr. Mehrere Züge fielen durch die Gleissperrung aus, so dass sich beispielsweise Fahrten von Freiburg in Richtung Elztal um mehr als eineinhalb Stunden verzögerten.

Für die Feuerwehren und Rettungskräfte aus der Umgebung führte der Zwischenfall zu einem morgendlichen Großeinsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Gundelfingen war mit 28 Wehrleuten vor Ort, Kreisbrandmeister Axel Widmaier und Feuerwehrkommandant Alfred Lapp koordinierten den Einsatz. Unter Atemschutz gingen mehrere Wehrleute in den stark verrauchten Waggon und suchten diesen zunächst nach Personen ab. Dann bauten sie sogenannte Druckbelüfter aus, die den Rauch aus dem Zugabteil drückten.

In Einsatz waren auch sechs Helfer des Gundelfinger DRK-Ortsvereins. Sie kümmerte sich um die rund 400 Reisenden, die den Zug verlassen mussten. "Wir haben Kaffee und Getränke ausgeschenkt, die die Bahn zur Verfügung gestellt hat", sagt Ernst Göpfert, Vorsitzender des Ortsvereins. Des Weiteren gaben die DRK-Helfer die Informationen der Bahn an die Passagiere weiter und leisteten Dolmetscherdienste. "Anfangs waren die Auskünfte der Bahn leider etwas spärlich, das hätte besser sein können", so Göpfert. Viele der Reisenden hätten ungeduldig auf Informationen gewartet, da sie auf Anschlusszüge angewiesen waren oder ihren Flug am Euroairport in Basel bekommen wollten.

Panik aber, sagt Göpfert, habe keine geherrscht. Nur eine Dame sei ihm schon auf dem Weg zum Bahnhof heftig winkend mit zwei großen Koffern entgegengekommen. "Ich dachte zuerst, sie sei verletzt. Doch sie war so aufgeregt, weil sie in Freiburg unbedingt ihren Anschlusszug bekommen musste. Sie war auf dem Weg zu einer speziellen Krebstherapie bei einem Spezialisten in Locarno", erzählt Göpfert. Kurzerhand hat er die Frau nach Freiburg gefahren - und sie hat ihren Zug gerade noch rechtzeitig erreicht.

Quelle: Badische Zeitung vom 22.08.2011

Misstöne bei der Feuerwehr Wildtal

GUNDELFINGEN-WILDTAL. Nachdem Axel Heiden im April vom Amt als stellvertretenden Feuerwehrkommandanten der Gesamtwehr Gundelfingen-Wildtal abgewählt wurde, legte er nun auch sein Amt als Abteilungskommandant der Freiweilligen Feuerwehr Wildtal bei einer außerordentlichen Abteilungsversammlung nieder.Nicht nur das: Er kehrt außerdem der Wehr nach 35 Jahren den Rücken. Grund dafür: Die auf beiden Seiten schlechte Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehr-Abteilungen. Eigentlich, so erklärte Heiden, sollten beide Abteilungen doch vertrauensvoll für das Wohl der Bürger zusammenarbeiten. Doch das war in den letzten Jahren nicht der Fall. "Ich persönlich habe nun daraus die Entscheidung getroffen, nach 35 Jahren aus dem aktiven Feuerwehrdienst auszutreten", bestätigte der Abteilungskommandant. Der Schritt falle ihm sehr schwer, zumal ein Großteil der Wildtäler Feuerwehrkameraden sowie Bürgermeister Reinhard Bentler hinter ihm und der Abteilung Wildtal stünden. "Ich hoffe nun, mit meinem Schritt etwas Gutes für das Bestehen der Feuerwehr-Abteilung Wildtal getan zu haben", betonte Heiden und versicherte, seinen Kameraden jederzeit mit Rat zu Seite zu stehen. Axel Heiden stand in den letzten zehn Jahren in vordersten Front bei der Feuerwehr-Abteilung Wildtal: Fünf Jahre als Stellvertreter und weitere fünf Jahre als Abteilungskommandant. In dieser Zeit war der 48-Jährige auch stellvertretender Gesamtkommandant der Gesamtwehr Gundelfingen-Wildtal. Doch in dieses Amt wurde vor drei Monaten neu Jürgen Vögele mit 31 zu 17 Stimmen gewählt. Dies war unmittelbar nach seiner einstimmigen Wiederwahl zum Abteilungskommandanten durch seine Wildtaler Kameraden geschehen.
Auch wenn er aus der Feuerwehr nun austrete, verliere er nicht die Kameradschaft, versicherte ihm sein Nachfolger Matthias Gehri. "Es ist nur ein konsequenter Schritt nach der letzten Wahl", betonte auch Bürgermeister Reinhard Bentler. Er lobte und dankte Axel Heiden für seinen Dienst. "Sie waren und sind immer sehr anerkannt und sehr geschätzt im Wildtal."

Eine gute Wahl wurde mit der Nachfolge getroffen, betonte Bentler weiter. Er versprach, die Zusammenarbeit der Wehren zu unterstützen und sich für die Abteilung Wildtal stark zu machen. Neben Matthias Gehri als Abteilungskommandant wurden Bernhard Merz zu seinem Stellvertreter und Christian Iwertowski zum Mitglied in den Gesamtausschuss neu gewählt. Die erste Amtshandlung von Gehri war die Aufnahme des neuen Feuerwehrmanns Klaus Thoma in die Wildtaler Feuerwehrabteilung per Handschlag.

Quelle: Badische Zeitung 04.07.2011, Andrea Steinhart