Alarm-Informations-Monitor AIM

Die Feuerwehr  Gundelfingen hat in Eigenleistung einen Alarm-Informations-Monitor (AIM)in Betrieb genommen, um  die Einsatzkräfte schnell und präzise über den bevorstehenden Einsatz zu informieren. Angezeigt wird nicht nur der Alarmtext, sondern auch die zusätzlich alarmierten Kräfte (nach Alarm- und Ausrückeordnung) , der  Fahrzeugstatus und der Einsatzort auf einer Karte.

Anfangs ging die Überlegung in Richtung eines LED Dot-Matrix Displays. Vorteil wären hervorragende Lesbarkeit sowie große und von weitem sichtbare Darstellung der Information. Schnell wurde jedoch klar, das die Möglichkeiten eines  solchen  Displays nicht mehr zeitgemäß sind und ein ausreichend dimensionierter Fernseher die flexiblere und somit bessere Lösung darstellt.  Nach langer Suche konnten wir günstig einen  defekten  50" Plasma  LG Fernseher  erwerben, der von der Firma Walter repariert wurde. Die Reparaturkosten wurden dankenswerterweise von der Firma gesponsert. 

Die Ansteuerung erfolgt über HDMI durch einen Mini PC. Der Computer besteht aus folgenden Komponenten:

- Sapphire Mainboard mit integrierten E-350 Pozessor
- 2Gb Speicher
- 30Gb Solid State Disk
- Slimline DVD Laufwerk
- Stromversorgung 120 W PicoPsu mit externen AC/DC Wandler

Der PC verbraucht ca. 17 W im Leerlauf und 35 W unter Last.

Der Empfang der FMS-Daten erfolgt mit einem 4m Funkgerät FuG8b1 das an die Soundkarte eines Servers angeschlossen ist sowie mit einem Funkmeldeempfänger  Boss 920, der die Daten über eine integrierte USB/RS232 Schnittstelle zur Verfügung stellt (Notwendig wegen evtl. späterer Aufrüstung auf Verschlüsselung). Beide Empfänger sind an einem Server angeschlossen, auf dem FMS32pro läuft. Fms32pro wiederum stellt die Informationen an seiner Serverschnittstelle  anderen Programmen zur Verfügung. 

Die AIM-Software auf dem Mini PC bekommt die Daten über die Serverschnittstelle, vergleicht Alarmstichwörter und Sonderobjekte mit den Daten, die, entsprechend der AAO,  in der Software hinterlegt sind und stellt sie auf dem Monitor dar. Die Orts- und Straßeninformationen werden werden über die Funktion „Nominatim" http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Nominatim  in Openstreetmap gesucht und gleichzeitig dargestellt. Um Verwechselungen mit Namensgleichen Gemeinden zu vermeiden, wird die Suche auf einen Umkreis von ca. 70 km um Freiburg begrenzt. Durch den Radius von 70 km bekommen auch die Kameraden die in der Führungsgruppe in der ganzen Region zum Einsatz kommen genauere Informationen.

Openstreetmap hat außerdem den Vorteil das man die Karten selber pflegen und verbessern kann, bei kommerziellen Anbietern fehlt diese Möglichkeit und die Karten sind verhältnismäßig ungenau, Gebäude werden nicht dargestellt, diverse kleinere Straßen fehlen, von Waldwegen ganz zu schweigen.  Weiterhin hat man die Möglichkeit eine Hydrantenkarte zu integrieren und die Karte auf einen eigenen Kartenserver zu betreiben. Damit würde die Karte unabhängig vom Internet.

Der FMS Fahrzeugstatus wird in der unteren Zeile durch verschiedene Farben dargestellt.

Eine Lösung mit der die Anzeige auf einer Webseite zur Verfügung gestellt werden ist in Planung. Damit wäre es dann möglich die Alarmierungsdaten auf ein Tablet in die Fahrzeuge zu übertragen.

Für Infos oder Fragen stehen wir gerne für Sie zur Verfügung.