So war der Informationstag

Der Infotag war bei strahlendem Sonnenschein ein guter Erfolg. Es gab einige Interessierte die wir in den nächsten Wochen bei unseren Proben sehr gerne begrüßen würden. Auch die Gundelfinger Bevölkerung machte sich sehr zahlreich ein Bild von unserer Arbeit.

Das Arbeiten mit hydraulischen Rettungsgeräte an Schrottfahrzeugen sowie das Begehen von unserem verrauchten Zelt fanden sehr viel Anklang.

An der Flash-Over-Box wurde mehrfach die Rauchgasdurchzündung demonstriert.

Wir bekamen auch Besuch von mehereren Gemeinderäten und natürlich von Bürgermeister Dr. Bentler die sich über die Arbeit der Feuerwehr informierten.

Als Gast der Berufsfeuerwehr war der stel. Amtsleiter Dr. Philipp Golecki auf dem Sonneplatz und lies sich von Kommandant Alfred Lapp die verschiedenen Stationen zeigen.

Artikel aus "Von Haus zu Haus"

Gelungener Aktionstag für den kommenden Nachwuchs der Feuerwehr

Es ging auch um die Tagesrufbereitschaft - „Flashover-Box" war spektakulär

Gundelfingen (mrf). Glück mit gutem Wetter hatte die Feuerwehr zwischen zwei Gewittertagen am Samstag mit ihrem Informationstag.

Alles, was sie an Technik und Fahrzeugen aufzubieten hat, hatte sie auf dem Sonne-Platz aufgebaut und sehr zahlreich fanden ihre Vorführungen und Angebote großes Interesse.

Kommandant Alfred Lapp erläuterte über Lautsprecher die Idee des Tages, die Technik und die Demonstration der Feuerwehraufgaben. Im Vordergrund stand das Ziel, möglichst viele Menschen für die Bedeutung des Ehrenamtes in der Feuerwehr zum Schutz von Leben und Eigentum zu sensibilisieren und so neue Männer, Frauen und Jugendliche für die Mitarbeit zu gewinnen. „Das ist uns sowohl für den Erwachsenenbereich als so genannte „Quereinsteiger" als auch bei den Jugendlichen, die ab zwölf Jahren in die Jugendwehr aufgenommenwerden können, gelungen", freute sich der Kommandant am Ende des erfolgreichen Tages. Das galt ganz allgemein auch für ein gewachsenes Verständnis der Bürger für die große Bedeutung der Feuerwehren, ihre gute Ausbildung und Ausrüstung.
Dafür erntete die Wehr an diesem sonnigenTag LobundAnerkennung von den Besuchern und aus berufenem Munde. So brachte der stellvertretende Kommandant der Freiburger Feuerwehr, Dr. Philipp Golecki, seine Verbundenheit mit der Gundelfinger Wehr zum Ausdruck, die bis auf mit ihr - damals bei der Denzlinger Wehr - gemeinsam errungene Leistungsabzeichen in Silber und Gold zurück geht. Die Idee und die Ausführung des Infotages fand er sehr sinnvoll und gut organisiert. Diesem Lob schlossen sich auch Bürgermeister Dr. Reinhard Bentler und sein Stellvertreter Bruno Zimmermann anerkennend an.

Dass es zunehmend schwerer werde, für die Tagesrufbereitschaft während der Arbeitszeit eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, nannte Kommandant Alfred Lapp als besonderen Grund für den Feuerwehrtag. Alle Seiteneinsteiger würden gründlich auf ihre Aufgaben bei der Feuerwehr vorbereitet, lud er zum Mitmachen ein. Das galt auch für die Demonstrationen solcher Einsätze. So waren der stellvertretende Kommandant Stefan Kappler und seine Frau Silke die ersten, die in der Schutzausrüstung mit Atemmaske und Pressluftflasche deren Funktion präsentierten und im mit Disco-Nebel gefüllten Zelt testeten. „Ich habe kaum die Hand vor Augen gesehen", stellte Silke Kappler hinterher fest. Danach haben das auch viele Besucher selbst ausprobiert, was überhaupt Sinn dieses Aktionstages war.

Rettungsschere und Spreizer

Auch die Handhabung einer Rettungsschere und eines Spreizers an einem bereit gestellten Schrottauto, das Löschen eines mit Gas simulierten Brandes und die Funktionsweise einer Wärmebildkamera waren gerne genutzte Möglichkeiten, sich in die Rolle eines Feuerwehreinsatzes zu versetzen. Besonders beeindruckt hat die „Flashover-Box", an der Jens Lapp das explosionsartige Ausbreiten eines Brandes bei Zufuhr von Sauerstoff durch das Öffnen einer Klappe demonstriert hat. Zudemgab es Informationsmaterial und einen vom Marc Lontke zusammen gestellten Film über die Feuerwehr, der im Schaufenster der Firma Jörg Löffelbein über einen Großbildschirm gezeigt wurde. Auch die Jugendfeuerwehr hat sich an einem eigenen Stand mit Erfolg um neuen Nachwuchs bemüht. Sie hat anderen Jugendlichen gezeigt, welche Übungen die Jugendwehr bei einem Wettkampf bestreiten muss, kleinere Kinder mit einemZielspritzen unterhalten und an einer Bilderwand von ihren Aktivitäten berichtet.
Am Ende eines gelungenen Tages galt ein besonderer Dank von Kommandant Alfred Lapp seinem Stellvertreter Stefan Kappler für die ausgezeichnete Organisation, allen Wehrmännern und -frauen der Abteilungen Gundelfingen und Wildtal für ihren Einsatz, der Gundelfinger Firma Hirt für die Präsentation von Rauchmeldern und Beratung die über deren Funktion und lebensrettende Bedeutung sowie der Firma Löffelbein für die Filmvorführung und die Beschallung des Sonneplatzes. Einen Vorschlag aus den Reihen der Besucher, den Feuerwehrhock am 18. und 19. Juli wieder für eine ähnliche Aktion zu nutzen, will die Wehr gerne aufgreifen.

Quelle: Von Haus zu Haus vom 20.05.09

 

Artikel aus der Badischen Zeitung

Die Feuerwehr sucht Nachwuchs

GUNDELFINGEN. Die Freiwilligen Feuerwehren haben es überall schwer, Nachwuchs für die eigenen Reihen zu finden. Die Gundelfinger Feuerwehr versuchte nun bei der Nachwuchswerbung völlige neue Wege zu gehen. Am Samstag fand in der Ortsmitte erstmals ein groß angelegter Informationstag mit breitem Angebot statt.

Die Zeiten sind vorbei, als es für junge Männer noch selbstverständlich war, der Feuerwehr beizutreten, weiß Feuerwehrmann Gustav Nübling zu berichten. Bei ihm und seinen Freunden war das damals so. Doch heute plagt auch die Feuerwehr der demographische Wandel. Es gibt immer weniger junge Menschen, die beherzt zu Wasserpumpe oder Schlauch greifen wollen. Doch was passiert, wenn sich nicht mehr genügend Freiwillige für die Feuerwehr finden? "Dann muss die Gemeinde Gundelfingen eine Pflichtfeuerwehr gründen, was unbezahlbar ist, oder den Dienst bei der Freiburger Feuerwehr teuer einkaufen", erläuterte Bürgermeister Reinhard Bentler. "Dafür haben wir aber kein Geld."

Die Tagesbereitschaft weist große Lücken auf
"Das größte Problem besteht zwischen 7 Uhr und 16 Uhr", rechnet Stefan Kappler vor. Dann nämlich ist ein Großteil der 62 aktiven Gundelfinger und Wildtäler Feuerwehrleute arbeiten außerhalb der Gemeinde. Kappler: "Wenn dann etwas passiert, sieht es ziemlich schlecht aus." Selbst die nachwachsenden Jugendfeuerwehrmänner können die durch altersbedingte Austritte immer dünner werdende Personaldecke nicht mehr auffüllen.

Bisher wurde der Bevölkerung die Bereitschaft der Wehr an einem simulierten Einsatz gezeigt. Doch nun veranstaltete die Feuerwehr aus der Not heraus den ersten Informationstag mit spektakulären Aktionen und einem vollen Programm, bei dem sich Bewerber informieren konnten. Also nichts mit "Tatütata", vorbeieilenden Atemschutzträgern und meterweise Schläuchen. Beim Aktionstag lag für diejenigen alles bereit, die selbst einmal mit Maske und Pressluftatmer es wagen wollten, ins Innere eines verqualmten Zeltes zu gehen, oder mit einem hydraulischen Spreizer ein Auto zu öffnen. Damit die umstehenden Zuschauer etwas mitbekommen, wurden gerade die Übungen am Unfall-Auto im Zeitlupentempo durchgeführt und die einzelnen Handgriffe Schritt für Schritt von Feuerwehrkommandant Alfred Lapp erklärt.

"Ich habe mich jetzt entschieden zur Feuerwehr zu gehen", bestätigte am Rande der Veranstaltung Bernhard Haarhaus. Der 14-jährige gehört seit drei Jahren zur Jugendfeuerwehr. Eigentlich habe er sich schon immer für die Feuerwehr interessiert, doch hatte er immer andere Gründe es nicht zu tun. Nun ist er bereit, trotz stundenlangen Lehrgängen die er zuvor noch absolvieren muss und seinem anstrengenden Schichtdienst, sich für die Allgemeinheit beim freiwilligen Ehrenamt in der Feuerwehr zu stellen.

Der 11-jährige Joshua fiebert dagegen jetzt schon seinem Feuerwehr-Beitritt entgegen. "Ein Jahr muss ich noch warten." Warum er zur Feuerwehr will? "Na weil's Spaß macht und es ein toller Job ist." Das kann Pascal Huber (18) nur bestätigen: Seit seinem zwölften Lebensjahr ist er bei der Jugendfeuerwehr, seit einem halben Jahr gehört er zu den Aktiven. "Ich habe noch keinen Tag bereut. Hier habe ich die meisten meiner Freunde gefunden und viel gelernt."

Wer Interesse an der Freiwilligen Feuerwehr hat, findet Informationen unter http://www.feuerwehr-gundelfingen.org/ oder unter Tel. 583373 bei Stefan Kappler.

Quelle: Badische Zeitung 18.05.2009

 

Fahrzeugschau



Bürgermeister Dr. Bentler probiert einen Helm



Stel. Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Dr. Philipp Golecki und das Kommando der FF Gundelfingen



Publikum bei der Flash-Over Präsentation