Rückblick zum Feuerwehrhock 2011

Wir möchten uns ganz herzlich bei den vielen Besuchern und das Interesse an unserer Arbeit bedanken. Vor allem am Samstag füllte sich unser Festzelt sehr schnell mit vielen Besuchern. Doch auch der Sonntag war gut besucht. Trotz Regens kamen viele Besucher zum Mittagessen vorbei.

Trotz Regens kamen Besucher gerne

Feuerwehrhock rund um das Gundelfinger Feuerwehrgerätehaus / Die Kleinsten waren mit Feuereifer dabei.

GUNDELFINGEN. Der Feuerwehrhock hat am Wochenende die Gundelfinger zusammengebracht. Trotz des kühlen und nassen Wetters am Sonntag hielten viele Bürger den Floriansjüngern bei ihrem alle zwei Jahre stattfindenden Feuerwehrfest die Treue.

Statt "Wasser marsch" hieß es am Samstagabend "Bier marsch" und ein gemütlicher Abend bei noch lauen Temperaturen schloss sich daran an. Auch Feuerwehren aus Freiburg, Vörstetten und Wildtal waren gekommen und feierten mit ihren Gundelfinger Kameraden. Angerückt war auch eine elfköpfige Abordnung aus der Partnerstadt Scheibenberg im Erzgebirge, die sich sehr wohl fühlte. Der Feuerwehrhock ist, wie der Kommandant Alfred Lapp betonte vor allem eine "Werbung in eigener Sache". Denn es fehlt nach wie vor Nachwuchs in der aktiven Mannschaft.

Seit mehr als 30 Jahren wird das Fest in Gundelfingen veranstaltet. Von Anfang an stand dabei Geselligkeit im Vordergrund. Ein Klassiker beim Feuerwehrhock in Gundelfingen ist seit vielen Jahren die gute Küche mit Grillbraten nach dem Traditionsrezept von Kurt Kiefer, der seine Geheimrezeptur den Kameraden hinterließ.

Für den großen Ansturm stand dann ein äußerst fleißiges Helferteam hinter der Theke, welches sich mit viel Freude am Fest engagierte. Schließlich wandert der für den großen Aufwand eigentlich viel zu geringe Erlös in die fast leere Kameradschaftskasse. Aus Kostengründen verzichtete die Wehr dieses Jahr auf eine Musikband. Das etwas durchwachsene Wetter am Sonntag konnte den Kindern ihren Spielenachmittag beim Feuerwehrhock nicht vermiesen. Neben dem Festzelt gab es nämlich einen großen Spieleparcours und Feuerwehrautos. Das war für manche Kinder der eigentliche Höhepunkt des Festes: Einmal in einem richtigen Feuerwehrauto zu sitzen.

Spielstationen für die Kinder


Die anderen Mädchen und Jungen tobten sich währenddessen an den neun Spielestationen aus. Die Kleinsten waren mit Feuereifer dabei. Schließlich gab es eine Urkunde mit Bild für die Teilnahme. Ausgedacht und aufgebaut wurde der Spieleparcours von der Jugendfeuerwehr, die vollzählig mit großer Leidenschaft an die Sache ging. "Ich bin total stolz auf die Mädchen und Jungs", sagte Michael Wambach zuständig für die Jugendfeuerwehr. "So ein Engagement bindet."

Die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr zeigten den Kindern mit viel Geduld, wie sie mit der Feuerwehrhandspritze ein Feuer löschen können oder halfen beim Schlauchkegeln, beim Laufen auf den Holzskiern oder beim Ringwerfen.

Eine Rundfahrt in einem Feuerwehrauto, wie es sie früher einmal gab, konnte die Feuerwehr aus versicherungstechnischen Gründen nicht anbieten. "Wir müssten Kindersitze und Sicherheitsgurte für Kinder einbauen", erläutert der Jugendleiter. Doch dafür konnten die Mädchen und Jungs auf dem 50 Jahre alten Feuerwehr-Traktor herumklettern, so wie der fünfjährige Yole: "Ich werde auch mal Feuerwehrmann - aber auch Polizist, Roboterbauer und Rennfahrer."

Am Sonntagnachmittag gab es noch Schauübungen der Jugendfeuerwehr. Nach dem Aufbauen einer funktionierenden Wasserleitung löschten sie die lodernden Flammen, die aus einem Mülleimer schlugen.

An beiden Tagen war die Helfer der Jugendfeuerwehr fleißig im Einsatz und half, wo sie nur konnte. Auch ihre Präsenz sollte dazu beitragen, weitere Jugendliche für die Arbeit bei der Feuerwehr zu interessieren.

Badische Zeitung vom 19.07.2011

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